Marco Schröder, Geschäftsführer der 3 Plus Solutions GmbH & Co. KG. Foto: 3 Plus Solutions GmbH & Co. KG
Nach seiner Reise ins Silicon Valley nimmt Marco Schröder vor allem eine Erkenntnis mit: Erfolgreiche Digitalisierung beginnt nicht mit der Einführung neuer Technologien, sondern mit einem klaren Verständnis des eigentlichen Problems. Genau diesen Denkansatz möchte der Geschäftsführer der 3 Plus Solutions GmbH & Co. KG nun stärker in den deutschen Mittelstand tragen.
Mittelständische Unternehmen stehen heute unter einem Druck, der sich kaum noch ignorieren lässt: Kunden erwarten schnelle digitale Kontaktmöglichkeiten, Bewerber beurteilen Arbeitgeber anhand ihrer digitalen Präsenz, und intern kämpfen Mitarbeitende mit umständlichen Systemen und doppelter Datenpflege. Die Reaktion vieler Geschäftsführer ist nachvollziehbar: Sie investieren in neue Software, Plattformen und Systeme. Genau hier beginnt jedoch oft das eigentliche Problem. „Wer Digitalisierung ausschließlich als Kauf neuer Technik versteht, schafft oft nur Bewegung, aber keine echte Verbesserung. Ohne klare Ziele, passende Prozesse und Verantwortlichkeiten erzeugen digitale Projekte häufig mehr Aufwand als Nutzen“, warnt Marco Schröder.
„Es ist verständlich, dass Unternehmen oft unbedacht handeln. Das zeigen auch aktuelle Zahlen: Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 gehen zwar viele Betriebe die Digitalisierung strategisch an, gleichzeitig sieht sich aber nur noch rund ein Drittel der Unternehmen als digitaler Vorreiter“, so Schröder. Das Unternehmen wurde bereits zum zweiten Mal als TOP-100-Innovator Deutschlands ausgezeichnet; 2024 war es zudem Finalist beim „Großen Preis des Mittelstandes“.
Die Digitalisierung beginnt mit den richtigen Fragen
Bevor ein Unternehmen auch nur eine einzige neue Software einführt, sollte es eine Frage klar beantworten können: Welches konkrete Problem soll damit gelöst werden? Genau diese Denkweise begegnete Marco Schröder auch während seines Besuchs an der Stanford University. Dort stehen bei Innovationsprozessen nicht neue Technologien im Mittelpunkt, sondern zunächst die präzise Analyse des eigentlichen Problems. „Unternehmen brauchen keine weiteren einzelnen Tools, sondern klare digitale Grundlagen, verlässliche Abläufe und Verantwortliche, die Zusammenhänge erkennen“, erklärt Marco Schröder.
Nutzerorientierung als Maßstab für digitale Vorhaben
Selbst die technisch ausgefeilteste Lösung scheitert, wenn die Menschen, für die sie gedacht ist, sie nicht nutzen wollen. Eine neue Webseite entfaltet ihren Wert nicht dadurch, dass sie moderner aussieht, sondern indem sie Vertrauen schafft, relevante Besucher erreicht und den Weg zur Kontaktaufnahme oder Bewerbung vereinfacht. „Nutzerorientierung ist kein Nice-to-have, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass digitale Vorhaben überhaupt Wirkung entfalten“, betont Marco Schröder.
Warum viele Unternehmen an Perfektionismus scheitern
Viele mittelständische Unternehmen verlieren digitale Geschwindigkeit nicht, weil sie zu wenig investieren, sondern weil sie zu lange warten. Unternehmen sollten digitale Lösungen schrittweise verbessern, statt auf den perfekten Gesamtplan zu warten. „Wer wartet, bis alles perfekt ist, wartet meistens zu lange“, so Marco Schröder. „Praktische Verbesserungen früh zu testen und anschließend gezielt zu optimieren, ist wirkungsvoller als jeder noch so sorgfältig ausgearbeitete Plan, der nie in die Umsetzung kommt.“
Messbare Ergebnisse statt Bauchgefühl
Digitale Vorhaben lassen sich nicht zuverlässig steuern, wenn niemand weiß, ob sie tatsächlich wirken. Daten zu Nutzerverhalten, Kontaktanfragen, Bewerbungen, Ladezeiten oder Prozessdauer zeigen, ob digitale Maßnahmen tatsächlich Wirkung erzeugen. „Messbare Wirkung ist das entscheidende Kriterium – nicht die Anzahl der eingesetzten Tools“, stellt Marco Schröder klar.
Warum vernetztes Denken zum Wettbewerbsvorteil wird
Genau diesen Ansatz verfolgt die 3 Plus Solutions GmbH & Co. KG: Statt Digitalisierung als Aneinanderreihung einzelner Tools zu verstehen, beginnt jedes Projekt mit einer strukturierten Analyse der eigentlichen Herausforderungen. „Unternehmen sichern sich einen echten Vorsprung, wenn sie Digitalisierung nicht als Tool-Einkauf verstehen, sondern als dauerhafte Verbesserung von Abläufen, Nutzererlebnissen, Bewerbergewinnung und technischer Stabilität“, fasst Marco Schröder zusammen.